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#dvg#dwh#datawarehouse#softwareentwicklung

Wie viel Zeit spare ich im Data Warehouse mit Automatisierung?

vonLasse Wiedemann
19. September 2023Data & Analytics

Viele Automatisierungstools werben mit Slogans wie „7x schneller“ oder „90% Ersparnis“. Entspricht dies der Realität?

Betrachten wir ein traditionelles Data-Warehouse Projekt mit Modellierern, ETL-Entwicklern, Testern, einer Entwicklungs-, Abnahme- und Produktivumgebung sowie monatlichen Releases.

Bei einem Aufwand von 100 PT verteilt sich dieser Aufwand meist wie folgt:

  • 30 PT für die fachliche Analyse
  • 30 PT für die Code-Entwicklung
  • 30 PT zum Testen und für das Deployment
  • 10 PT für die Projektorganisation

Mit einem automatisierten Vorgehen wird auf Basis von wenigen Metadaten der gesamte Code generiert. Dabei lassen sich die oben erwähnten Einsparungsraten tatsächlich erzielen. Dies bezieht sich aber nur auf die Code-Entwicklung. Es ergibt sich folgendes Bild:

Für das Gesamtprojekt ergibt sich also eine Einsparung von 27%.

Deshalb geht der DataVault-Generator von crossnative (DVG) weiter und bezieht auch alle anderen Projektschritte in die Automatisierung ein.

Durch vollautomatisch per Git Pipeline angestoßene Tests entfallen Aufwände für die Testdatenbereitstellung, Testdurchführung und Bereitstellung der Testergebnisse nahezu vollständig. Auch unerwartete Seiteneffekte werden automatisch gefunden. Ob die neuen Ergebnisse richtig sind, muss aber nach wie vor ein Business-Analyst prüfen. Insgesamt reduziert sich dadurch der Testaufwand auf die Hälfte.

Die fachliche Analyse und das Anforderungsmanagement sind auch mit dem DVG weiterhin notwendig. Durch die schnellen Implementierungs-/Testmöglichkeiten kann man aber nach dem Motto „Probieren geht über Studieren“ arbeiten. Dies bedeutet, dass zeitintensive Workshops und Absprachen durch schrittweise Implementierungen auf Basis von (noch) unvollständigen Anforderungen ersetzt werden. Durch die Analyse der konkreten Zwischenergebnisse kommt man iterativ schneller zum Ziel und muss nicht schon am Anfang die Anforderungen bis ins letzte Detail durchdenken.

Der Organisationsaufwand des Projektes sinkt ebenfalls, da weniger Personen, Teams und Prozesse koordiniert werden müssen.

Fazit

  • Durch Automatisierung aller Projektschritte lässt sich real etwa die Hälfte des Projektaufwandes sparen.
  • Fachliche Aspekte im Bereich Analyse, Anforderungen und Test bilden jetzt den deutlichen Projektschwerpunkt.
  • Zusätzlich steigt die Qualität der Umsetzung, da der Generator immer einheitlichen Code erzeugt und niemals „vergisst“, sich um DSGVO, Migrationsprogramme, ein aktuelles Data-Lineage, Data-Quality-Checks u.a. zu kümmern.
  • Automatisierung unterstützt ein agiles Projektvorgehen mit häufigen Produktivnahmen ideal.
Lasse Wiedemann

Lasse Wiedemann

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#Hyperautomatisierung#HyOS

Das Automation Plateau: Warum viele Automatisierungsinitiativen stecken bleiben

Vor 3 Tagen veröffentlicht

Unternehmen investieren seit Jahren massiv in Automatisierung. Workflowtools, Robotic Process Automation, digitale Portale und Self-Services sollten Prozesse effizienter machen und Mitarbeiter entlasten. Doch die Realität sieht oft anders aus: Trotz umfangreicher Technologieinvestitionen bleibt der Automatisierungsgrad vieler Organisationen überraschend niedrig.

Der Grund liegt selten in der eingesetzten Technologie. Viel häufiger stoßen Unternehmen an ein strukturelles Problem – das sogenannte Automation Plateau. Sobald Prozesse unstrukturierte Daten enthalten, komplexe Entscheidungen erforderlich sind oder mehrere Systeme zusammenwirken müssen, endet die Automatisierung. Menschen übernehmen wieder die Bearbeitung.

Dieser Artikel zeigt, warum klassische Automatisierungsansätze häufig bei Teilprozessen stehen bleiben – und warum echte Hyperautomatisierung ein anderes Architekturdenken erfordert. Mit HyOS stellt crossnative ein Framework vor, das Daten, Prozesse und Kommunikation systematisch verbindet und so End-to-End-Automatisierung möglich macht.

#HyOS#data#data engine#datawarehouse

Automatische Datenbereitstellung für KI

Veröffentlicht am 02.03.2026

Viele KI-Projekte scheitern nicht an den Modellen, sondern an den Daten. Data Scientists verbringen einen großen Teil ihrer Zeit damit, Daten zu suchen, zu bereinigen und zusammenzuführen, statt Modelle zu entwickeln. Der Beitrag zeigt, warum automatisierte Datenbereitstellung der entscheidende Hebel für erfolgreiche KI-Projekte ist. Am Beispiel des crossnative-Ansatzes wird erläutert, wie Hyperautomatisierung den gesamten Lebenszyklus von Datenprojekten automatisiert – von der fachlichen Analyse über Entwicklung und Test bis zum produktiven Betrieb. Dadurch steigen Datenqualität, Nachvollziehbarkeit und Geschwindigkeit der Umsetzung. Gleichzeitig können sich Teams stärker auf fachliche Fragestellungen konzentrieren und KI-Lösungen schneller in den Nutzen bringen.

#Hyperautomatisierung#HyOS

Scan & Go fürs Service-Center: Warum Sie jetzt einen Supermarkt-Moment brauchen

Veröffentlicht am 14.01.2026

Warum funktionieren moderne Supermärkte heute oft reibungsloser als die Kundenbearbeitung in großen Unternehmen? Während der Einzelhandel mit autonomen Check-out-Systemen Wartezeiten eliminiert, hängen viele Service-Organisationen noch auf einem „Automation Plateau“ fest. Sie digitalisieren lediglich alte, fragmentierte Abläufe, anstatt Prozesse radikal vom Ergebnis her zu denken.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie der Weg zum Dark Service Center gelingt. Erfahren Sie, warum Hyperautomatisierung kein reines Technologieprojekt ist, sondern ein methodisches Framework braucht: Unser Hyperautomation Operating System (HyOS). Mit den drei Kern-Säulen – Data, Process und Communication Engine – verwandeln wir unstrukturierte Datenströme in echte Dunkelverarbeitung.

Ob durch die flexible Orchestrierung mit Camunda oder die kundenzentrierte Integration via BSI – wir zeigen Ihnen, wie Sie die Effizienz eines modernen Check-outs auf Ihre gesamte Wertschöpfung übertragen und Service neu definieren.

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