Zurück
#development#systemsthinking

Refinement und Planning

vonMartin Reichert
22. April 2022Development

Convo Entwicklungszyklus – Teil 3

In diesem 3. Teil zu unserer Convo-Serie knüpfe ich als Product Owner an den vorherigen Beitrag meiner Kollegin aus dem Bereich User Experience mit dem Titel “User Experience – Das Auge isst mit!” an.

Nachdem das Ticket von den UX-Kolleg:innen bearbeitet wurde und ein final abgestimmter UX-Entwurf vorliegt, könnte man meinen, das Ticket sei fertig und die Entwickler könnten unmittelbar mit der Umsetzung beginnen. Dem ist jedoch nicht so, weil wir vor der Umsetzung jeder Anforderung sicherstellen müssen, dass das Ticket für alle, die nachfolgend damit arbeiten verständlich ist und dass zusätzlich alle das gleiche Verständnis über die Funktionen, die Akzeptanzkriterien und den UX-Entwurf haben.

Hier kommt unser wöchentliches Convo-Refinement ins Spiel. In diesem setzen wir uns mit dem gesamten Entwicklungsteam, bestehend aus den Bereichen User Experience, Development und Test zusammen, um nochmal gemeinsam auf die spezifizierten Anforderungen zu schauen, in unserem Fall auf die Anforderung zur Umsetzung einer Vorschau. Im Refinement kommen somit nochmal gänzlich verschiedene Blickweisen auf das Ticket zustande. Insbesondere bei kleineren Anforderungen haben wir als Team häufig das gleiche Verständnis und können die Diskussion über das Ticket schnell abschließen. Bei größeren Tickets, wie beispielsweise der Vorschau, wird jedoch häufig deutlich, dass das was für einen selbst sehr verständlich ist, für andere noch unklar sein kann. Spezielle Funktionen, Zusammenhänge mit anderen Funktionen des Produkts und grafische Gestaltungen werden von allen Beteiligten sehr kritisch hinterfragt. In anschließenden Diskussionen erarbeiten und nähern wir uns einem einheitlichen Verständnis über die Anforderung, das wir unmittelbar innerhalb der Anforderung und den Akzeptanzkriterien dokumentieren. Obwohl schon vorher viele Kolleg:innen einen Beitrag zu der Anforderung geleistet haben und an der Spezifikation beteiligt waren, wird immer wieder deutlich, dass insbesondere zwischen den beteiligten Rollen oft unterschiedliche Auffassungen existieren, die innerhalb des Refinements aufgelöst werden können.

Im Anschluss an das Backlog Refinement ist sichergestellt, dass die Akzeptanzkriterien des Tickets vollständig sind und alle Kolleg:innen für die fortschreitenden Entwicklungsprozesse ein einheitliches Verständnis über die Anforderung und die Kriterien haben.

Bevor die Anforderung jetzt jedoch umgesetzt werden kann, muss diese für einen Sprint ausgewählt und dem Sprint Backlog hinzugefügt werden. Dies geschieht im sogenannten Sprint Planning. Die Sprints bei Convo dauern 14 Tage, sodass ebenfalls alle 14 Tage ein Sprint Planning stattfindet, an dem wir als Team ganzheitlich teilnehmen. Innerhalb des Sprint Plannings, stelle ich als Product Owner zu Beginn die am höchsten priorisierten, und die Entwickler die am höchsten priorisierten technischen Anforderungen vor. Da alle hier betrachteten Anforderungen bereits das Refinement durchlaufen haben, ist die Vorstellung schnell beendet, weil die Tickets generell allen bekannt sind. Anschließend wird ein Blick auf die Roadmap geworfen, innerhalb derer sich die Vision des Produkts und die dafür relevanten Meilensteine in einer Monatsbetrachtung wiederspiegeln. Hauptaufgabe des Plannings ist die anschließende Auswahl derjenigen Anforderungen, die in das Sprint-Backlog übernommen und folglich im nächsten Sprint umgesetzt werden sollen. Hierbei handelt es sich um einen sehr kollaborativen Prozess unter allen Beteiligten. Es muss beispielsweise auf technische Abhängigkeiten zwischen den Anforderungen, die eine gleichzeitige Umsetzung nicht zulassen und eine passende Mischung der Anforderungen berücksichtigt werden, um für die unterschiedlichen Stärken des Entwicklungs-Teams ausreichend viele Anforderungen auszuwählen.

Im Idealfall landet die Anforderung zur Umsetzung der Convo-Vorschau dann im Sprint Backlog und wird im nächsten Sprint innerhalb der nächsten 14 Tage vom DEV-Team umgesetzt. Wie das aussieht und welche Herausforderungen sich dort ergeben, beschreibt mein Kollege Fynn Stempel in seinem Blog-Beitrag “Umsetzung / Implementierung”.

Hier bekommst Du noch mehr

#Hyperautomatisierung#HyOS

Scan & Go fürs Service-Center: Warum Sie jetzt einen Supermarkt-Moment brauchen

Veröffentlicht am 14.01.2026

Warum funktionieren moderne Supermärkte heute oft reibungsloser als die Kundenbearbeitung in großen Unternehmen? Während der Einzelhandel mit autonomen Check-out-Systemen Wartezeiten eliminiert, hängen viele Service-Organisationen noch auf einem „Automation Plateau“ fest. Sie digitalisieren lediglich alte, fragmentierte Abläufe, anstatt Prozesse radikal vom Ergebnis her zu denken.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie der Weg zum Dark Service Center gelingt. Erfahren Sie, warum Hyperautomatisierung kein reines Technologieprojekt ist, sondern ein methodisches Framework braucht: Unser Hyperautomation Operating System (HyOS). Mit den drei Kern-Säulen – Data, Process und Communication Engine – verwandeln wir unstrukturierte Datenströme in echte Dunkelverarbeitung.

Ob durch die flexible Orchestrierung mit Camunda oder die kundenzentrierte Integration via BSI – wir zeigen Ihnen, wie Sie die Effizienz eines modernen Check-outs auf Ihre gesamte Wertschöpfung übertragen und Service neu definieren.

#ux#cx#testmanagement#development#agile#dataanalytics

2 Mio. Euro mehr Umsatz durch weniger Abbrüche

Veröffentlicht am 24.04.2024

Alle Blogartikel